Der aktuelle Bürgermeisterbrief

 

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

der Tag der Europawahl und somit auch der Abstimmung über die Bürgerentscheide zum Kongresshaus rücken näher. Das ist zum einen an dem erfreulich großen Besucheraufkommen hier im Rathaus zu erkennen, wo sich viele Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlunterlagen abholen beziehungsweise diese bereits zurückbringen. Zum anderen werden dieser Tage aber auch vermehrt Informationen verbreitet, die leider kein realistisches, sondern ein eher emotionsgeladenes Bild vermitteln. Ich möchte daher an dieser Stelle versuchen, die Diskussion wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzubringen.

Das Kongresshaus von Garmisch-Partenkirchen ist in seinem momentanen Zustand leider nur noch sehr eingeschränkt funktionsfähig. Das beweisen die eklatanten Mängel beim Brandschutz und das jährliche Betriebskostendefizit von über einer Million Euro sowie die jährlich anfallenden Investitionen von mindestens 300.000 Euro. Eine Sanierung würde die logistischen Probleme des Hauses, die in erster Linie für das Defizit verantwortlich sind, nicht lösen.

Es herrscht offensichtlich auch eine falsche Vorstellung von der Dimension, die auch eine Sanierung und ein Teilneubau bedeuten würde. Ob Sanierung mit Teilneubau oder Abriss und Neubau – es ist in beiden Fällen mit ähnlich großen Belastungen durch Lärm und Schmutz sowie mit einer ähnlich langen Bauzeit zu rechnen. So entspricht es zudem auch nicht der Realität, dass Kongressgeschäft und Kulturveranstaltungen während Sanierungs- und Umbaumaßnahmen wie gewohnt oder in einem kleineren Rahmen weiterlaufen könnten. Wichtig zu wissen: Wie die architektonische Gestaltung aussehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig offen. Klar ist jedoch, dass an dieser Stelle – so hat es der Gemeinderat bereits entschieden – kein Hotel entstehen wird.

Ja, liebe Bürgerinnen und Bürger, ein Abriss des bestehenden Gebäudes und ein Neubau des Kongresshauses in Garmisch-Partenkirchen sind keine „Kleinigkeit“, aber – und das bitte ich Sie zu bedenken – Sanierung und Teilneubau sind es auch nicht. Mit einem Neubau bleibt das bisherige Angebot des Hauses für Kongresse, Kultur- und Bürgerveranstaltungen in gleichem Umfang erhalten. So bin ich weiterhin der Meinung, dass wir eine solche Kraftanstrengung nur dann auf uns nehmen sollten, wenn das Ergebnis ein Gewinn für Garmisch-Partenkirchen und seine Zukunft ist.

Ihre

 

Dr. Sigrid Meierhofer
1. Bürgermeisterin

 

 


 
 
1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer

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