Bürgermeisterinnenbriefe

Dezember 2021

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Gibt es das Christkind wirklich? Diese Frage trieb schon 1897 die kleine Virginia aus New York um und sie schrieb ihre Frage an die „New York Sun“. Der daraus sich entwickelnde Briefwechsel wurde so beliebt, dass er bis zur Einstellung des Blattes in den 1950ger Jahren jedes Jahr zu Weihnachten auf die Titelseite gedruckt wurde. Diese schlichten Zeilen sind für mich schon immer in der Adventszeit etwas ganz Besonderes, bringen sie doch wie kaum ein anderer Text der Welt auf den Punkt, worum es im Leben eigentlich geht – das berührt mich sehr und gerne möchte ich Sie in diesem letzten Bürgermeisterinnenbrief in diesem Jahr daran teilhaben lassen:

„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, das Christkind gibt es nicht. Papa sagt, was in der Sun steht, ist immer wahr. Bitte, sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es das Christkind? Virginia O’Hanlon, 115 West Ninety-fifth Street.“  

„Virginia, Deine kleinen Freunde haben Unrecht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen.  Ja, Virginia, das Christkind gibt es wirklich. So gewiss, wie es Liebe und Großherzigkeit und Treue gibt. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machen würde. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.  Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du  könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht – doch was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.  All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt.  Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. ,Ist das denn auch wahr? kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Das Christkind lebt, und es wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz zu erfreuen.

Frohe Weihnacht, Virginia.“

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen von Herzen eine friedliche Adventszeit und frohe, besinnliche Weihnachten

Ihre

Elisabeth Koch

1.Bürgermeisterin

November 2021

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

eigentlich möchte man sich die Zahlen der aktuellen Inzidenzen gar nicht mehr anschauen – jeden Tag gibt es mehr Infizierte und die Kliniken arbeiten deutschlandweit zum wiederholten Male an der Belastungsgrenze, denn auch die vierte Corona-Welle hat unser Leben leider wieder fest im Griff. Aber die Augen davor verschließen hilft natürlich wie immer nicht weiter –  jetzt heißt es noch einmal mehr zusammenhalten und gemeinsam diesem Virus entgegenzustehen: Hygieneregeln beachten, Abstand halten, Masken tragen, freiwillig Kontakte reduzieren und vor allem:  Sich, wenn es die Gesundheit zulässt, impfen lassen! Diese Maßnahmen sind wirksam –  für jeden Einzelnen von uns und damit auch für uns alle.

Für uns alle und vor allen Dingen auch für unsere Umwelt haben wir jetzt gemeinsam mit dem Wirtschaftsförderer des Marktes und in Kooperation mit dem Bundesverband der Tabakwirtschaft die Aktion „Taschenaschenbecher“ ins Leben gerufen. Bunte Metalldöschen mit verschiedenen Motiven, in die sich Zigarettenabfälle wunderbar unterwegs verstauen lassen, stehen ab sofort für alle Betriebe im Markt bereit und können kostenlos an die Kunden weitergegeben werden. Einfach bei Interesse per E-Mail unter wirtschaftsförderung@gapa.de Kontakt zum Wirtschaftsförderer aufnehmen, er steht mit Rat und Tat zur Seite.

Beratend zur Seite stehen wir auch den Eltern und Kindern, die gerne mit dem Roller in die Schule fahren. Hier möchten wir mit einer Flyer-Aktion nochmal die vielfältigen Gefahren für die „Roller-Kinder“ ins Bewusstsein rufen und Tipps geben, wie man diese – falls auf den Roller wirklich nicht verzichtet werden kann – am besten vermeidet.

Völlig risikofrei sind dagegen die schönen bunten Blöcke mit verschiedenen Zitaten von Michael Ende, die auf Initiative unserer Kulturbeauftragten des Marktes zu Ehren seines 92. Geburtstags in den Grundschulen verteilt wurden. Die Begeisterung bei den Mädchen und Buben war sehr groß und so können sie jetzt jeden Tag ihre eigenen Gedanken mit den wunderbaren phantastischen Ideen des großen Schriftstellers verbinden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine wunderbare, kreative und entspannte Novemberzeit und vor allen Dingen – bleiben Sie gesund!

 

Ihre

Claudia Zolk

2. Bürgermeisterin

 

Oktober 2021

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

endlich kehrt, dank der stetig steigenden Impfquote wieder ein bisschen Normalität in unser Leben ein: Die Kinder sind zurück in der Schule im Präsenzunterricht, Videokonferenzen können wieder durch „echte“ Treffen ersetzt werden, Restaurants, Hotels und endlich – für alle Jüngeren unter uns – haben auch die Clubs und Diskotheken wieder geöffnet. Damit gewinnen wir nicht nur ein Stück Lebensqualität zurück, sondern ist vor allem auch für einen so wichtigen Wirtschaftsfaktoren endlich ein hoffentlich dauerhaftes Ende der Beschränkungen besiegelt! Das freut mich sehr und die Weichen sind hier richtig gestellt für das Überleben einer ganzen Branche.

Wie die Weichen für unsere Kinder und Jugendlichen in puncto Sport im Markt Garmisch-Partenkirchen gestellt werden ist sonnenklar: Mit großer Mehrheit hat der Gemeinderat die erforderlichen Haushaltsmittel für die Einrichtung einer Trainingsanlage, einem sogenannten „Team Base Camp“ für die UEFA EURO 2024 am Stadion am Gröben bewilligt. Uns ist die Erforderlichkeit, den dort vorhandenen Rasen zu sanieren, seit langer Zeit bewusst – umso besser, wenn das auf Profiniveau im Zuge der EURO 2024 geschehen könnte. Denn vor allen Dingen geht es hier auch um eine in die Jahre gekommene Schulsportanlage, die dringend saniert werden muss. Die Ertüchtigung dieser Anlage ist unsere gemeindliche Pflichtaufgabe, die wir sehr ernst nehmen und die in jedem Fall, mit oder ohne UEFA EURO 2024, in Angriff genommen wird. Mit einer Grundsanierung im Zuge dieses Sport-Events aber können wir auf lange Zeit unseren Kindern und Jugendlichen einen absoluten Top Rasenplatz bieten, auf dem auch Profi-Mannschaften trainieren können und zugleich eventuell auch die einmalige Chance, einen Weltklassemannschaft hier bei uns in Garmisch-Partenkirchen willkommen zu heißen und den Profi-Kickern ab und zu ein bisschen über die Schulter, resp. die Füße zu schauen.

Ebenso sind auch die Special Olympics World Games 2023 für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung in Berlin ein sportliches Highlight! Zum ersten Mal findet dieses sportliche Großereignis, mit Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt in Deutschland statt. Der Markt bewirbt sich auch hier als Host Town für die Sportlerinnen und Sportler und ich freue mich sehr, dass der Gemeinderat keine Sekunde gezögert hat, hier seine Zustimmung zur Bewerbung zu geben und auch die dazu notwendigen Haushaltsmittel freizugeben. Inklusion tut allen gut!

Gemeinsam stark sein und Dinge bewegen, die unvorstellbar scheinen – dieses Credo der Special Olympics passt finde ich sehr gut in diese unruhige Zeit, die uns alle wieder, natürlich mit Abstand, ein bisschen zusammenrücken und auf das Wesentliche konzentrieren lässt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Spätherbst mit ein bisschen Zeit zum Durchatmen.

 

Ihre

Elisabeth Koch

1.Bürgermeisterin