Olympia-Eisstadion

Eishockeyspiel im Olympia-Eisstadion

Bereits im Juli 1933 wurde erwogen, die Eiswettbewerbe statt auf dem Rießersee auf einer Kunsteisfläche auszurichten. Aus Garmisch und Partenkirchen gingen hierzu im Frühjahr 1934 drei Vorschläge ein.

Vom Gemeindebauamt Partenkirchen kam der Vorschlag, die Tennisanlage auf Grund der Nähe zum Skistadion zu nutzen. So sollten „so viel Wintersportarten wie nur möglich auf einem Platz“ konzentriert werden. Der Garmischer Bürgermeister Josef Thomma favorisierte als Standort den Sportplatz in Gröben. Durch den späteren Anbau einer Turnhalle und deren „Nutzungsmöglichkeit für Volks- und Wehrsport“ wäre dort auch ein sinnvoller Weiterbetrieb gesichert. Der dritte Vorschlag kam vom Architekten Hanns Ostler. Dieser wollte einen Standort am Bahnhof, in dessen Umfeld die Reichsbahn noch umfangreiche Grundstücke besaß. Ostler führte die zentrale Lage und die direkte Anbindung an den Bahnhof und die Nähe zur Post als positiv an.

Im April 1934 wurde in Berlin schließlich der Vorschlag von Ostler zur Ausführung bestimmt.

So wurden um eine 30 x 60 Meter große Kunsteisfläche Tribünen erbaut. Auf der nördlichen Seite wurde die teils überdachte Haupttribüne errichtet. In ihrem Inneren fanden Umkleide- und Sanitätsräume, Büros und auch ein Restaurant Platz. Auf den anderen Seiten der Eisfläche wurden offene Tribünen aufgebaut. Insgesamt erhielt das Stadion 2.000 Sitz- und 6150 Stehplätze. In einem markanten Turm waren zudem schalldichte Rundfunkkabinen untergebracht.

Für die Kühlung der Eisfläche mit Hilfe des Ammoniak-Verfahrens wurden zudem 22 Kilometer Rohre verlegt. Nach nur 106 Tagen war das Olympia-Eisstadion ohne den Einsatz von Maschinen betriebsbereit.


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Bildquelle: Marktarchiv Markt Garmisch-Partenkirchen




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