Olympia-Skistadion

Sicht auf das Olympia-Skistadion

Am Gudiberg hatte seit 1900 der wichtigste Wintersportplatz Partenkirchens seinen Platz. Neben einer Rodelbahn und einem Eislaufareal war für die Deutschen Skimeisterschaften 1914 auch eine Sprungschanze errichtet worden. Sie erfuhr einen weiteren Ausbau für die „Deutschen Kampfspiele“ von 1922, die nach dem Ausschluss Deutschlands von den Olympischen Spielen (1920 und 1924) abgehalten wurden.

Danach verlagerte sich der Sprungsport zum Kochelberg. Dort erlaubten der von der Natur geformte Nordhang und die auf ihm errichtete Schanze größere Sprungweiten. Der Kochelberg war anfangs auch als Standort der olympischen Sprunganlage vorgesehen. Zu erwartende Probleme beim Grunderwerb für die Anlage eines großen Stadions führten dazu, dass der Gudiberg gewählt wurde. Dort waren die Flächen bereits in Gemeindeeigentum und es bestand eine höhere Schneesicherheit.

Noch im Herbst 1933 begannen die Arbeiten. Die neue Große Schanze war bereits im Winter 1934 einsatzfertig. Aufgrund der IOC-Entscheidung, den Kombinationssprunglauf nicht auf der großen Schanze durchzuführen, kam es 1934 zum Ausbau der alten „Olympia-Schanze“ von 1922. Nach einem Entwurf des Partenkirchner Gemeindebaumeisters Albinger entstanden dabei, in hufeisenförmiger Gruppierung um die Auslaufflächen herum, die Tribünen und das Sporthaus.

Die Baukosten für die Sportanlagen betrugen 426.100 Reichsmark. Ohne Maschinen wurde der Fuß des Gudibergs terrassenförmig abgegraben, um auf Gleisen den Kies leichter abtransportieren zu können.


Mit einem Doppelklick aus das Bild können Sie es in Originalgröße ansehen.

Bildquelle: Marktarchiv Markt Garmisch-Partenkirchen




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