Markt Garmisch-Partenkirchen

Der aktuelle Bürgermeisterbrief
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Sommer hat Einzug gehalten im Werdenfelser Land. Und vieles ist anders im Corona-Jahr 2020. Zahlreiche Veranstaltungen, die fester Bestandteil des Garmisch-Partenkirchner Sommergefühls sind – ich denke dabei an das Richard-Strauss-Festival, das BMW-Bikermeeting und unsere Festwochen – können nicht stattfinden. Glücklicherweise erlauben die Lockerungen inzwischen wieder einen einigermaßen normalen Betrieb in der Gastronomie und Hotellerie sowie kulturelle Veranstaltungen im Freien. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die Musik-im-Park-Konzerte auf den Bühnen im Michael-Ende-Kurpark und im Partenkirchner Kurpark aufmerksam machen. Unter www.musik-im-park.de finden Sie das komplette Programm.

Auch unser größtes Kapital, unsere einzigartige Natur mit ihren Bergen, Almen, Seen und Wiesen, wird von den Auswirkungen der Corona-Krise berührt. In diesem Jahr werden mehr Menschen als sonst ihren Urlaub in Deutschland und somit auch Bayern und in Garmisch-Partenkirchen verbringen. Die Menschen kommen zu uns, weil sie den (Erholungs-) Wert unserer Berge, Almen und Seen schätzen. Und die meisten von ihnen – und das ist mir sehr wichtig zu betonen – achten die intakte alpine Natur, die Garmisch-Partenkirchen zu bieten hat und verhalten sich rücksichts- und verantwortungsvoll. Doch bereits das Pfingstwochenende mit starkem Besucherandrang hat gezeigt, wie leicht unser wertvoller Naturraum in Nutzungskonflikte geraten kann. Leider gibt es – und das müssen viele Tourismusorte momentan schmerzvoll erfahren – immer mehr Menschen, die aus verschiedensten Gründen den Bezug zur Natur verloren haben. Gerade der sensible Naturraum kann durch falsches Handeln sehr schnell aus dem Gleichgewicht geraten, mit letzten Endes einschneidenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einheimischen.

Wir in Garmisch-Partenkirchen sind uns der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Wo es nötig und möglich war, haben wir bereits erste Maßnahmen ergriffen, um kurzfristig für Entspannung zu sorgen. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch deutlich, dass wir mittel- und langfristig neue Strategien entwerfen müssen, um zu verhindern, dass hochsensible alpine Naturräume mit Müll und anderen Hinterlassenschaften verschmutzt und – um einen weiteren problematischen Aspekt des neuen Massenphänomens zu nennen – mit dem E-Bike befahren werden. Zusammen mit den Tourismusverantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen suchen wir nach Lösungen, die mit einer sinnvollen, ganzheitlichen Besucherlenkung sowie neuen Angeboten konkrete Antworten auf das Problem der Nutzungskonflikte liefern. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können durch verstärkte Information und zielgerichtetes Steuern unseren größten Schatz – die alpine Natur – auch für die nächsten Generationen zu erhalten.

Garmisch-Partenkirchen ist ein gastfreundlicher Ort. Bei uns sind alle willkommen, die unsere Natur als Quelle der Erholung schätzen und entsprechend behandeln. In diesem Sinne – genießen Sie den Sommer in Garmisch-Partenkirchen und achten Sie auf sich, auf Ihre Mitmenschen und auf die Natur!

Ihre
 

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch