Markt Garmisch-Partenkirchen

Der aktuelle Bürgermeisterbrief

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Sommer zeigt sich in Garmisch-Partenkirchen auch Ende August noch von seiner schönen Seite. Dennoch trüben in diesem Jahr ein paar Wermutstropfen den weiß-blauen Himmel, und zwar nicht nur in unserem Ort. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, aber auch die angrenzenden alpinen Regionen und Destinationen sind aufgrund der Covid-19-Pandemie und dem geänderten Urlaubs- und Freizeitverhalten der Menschen mit bisher nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Ich denke an unsere staugeplagten Straßen, an die überfüllten Parkplätze und die stetig zunehmende Beeinträchtigung unserer sensiblen Naturräume durch Lärm und Müll. Ich denke an die wachsende Frustration der Einheimischen über die Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und an die Verunsicherung unserer Gäste aufgrund der – vor allem in den „Sozialen Medien“ oft unangemessen aufgeheizt – geführten Diskussionen.

Mir ist es ein Bedürfnis, eines ganz deutlich zu machen: In dieser Situation sind pauschale Schuldzuweisungen fehl am Platz. Denn nicht DIE Tagesgäste, nicht DIE Touristen und auch nicht DIE Einheimischen sind das Problem. Vielmehr tritt durch die besondere Situation der Pandemie das gesamtgesellschaftliche Phänomen des wachsenden Egoismus noch stärker in den Vordergrund. Ich beobachte mit Schrecken, dass immer mehr Menschen – egal woher sie kommen – ihr Freizeitverhalten ausschließlich nach ihren eigenen Interessen und ihrer eigenen Selbstverwirklichung ausrichten. Unsere – ebenfalls gesamtgesellschaftliche – Aufgabe muss es sein, diesen offensichtlichen Fehlentwicklungen entgegenzutreten und dafür zu sorgen, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt gegenüber Mitmenschen und Umwelt wieder zur Richtschnur des eigenen Handelns werden. Sofortmaßnahmen verkehrsrechtlicher Art konnten punktuell bereits für Entspannung sorgen, Anwohnerproteste haben die Thematik zusätzlich ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Damit ist es aber nicht getan, das ist klar. In diesem Zusammenhang möchte ich daher auch ausdrücklich der GaPa Tourismus GmbH, der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG und dem Organisationskomitee Ski Weltcup für ihren Konzeptentwurf bezüglich der Verkehrsentlastung unserer Straßen und der Neuorganisation der Bergbahn-Parkplätze in der Wintersaison danken. Jedoch – dies ist mir auch wichtig zu betonen – muss über die konkreten Maßnahmen und Rahmenbedingungen natürlich noch diskutiert werden.

Schließlich möchte ich Sie noch auf die Themenführung „Auf Spuren Hermann Levis“ aufmerksam machen. Am Dienstag, 8. September, um 16 Uhr startet am Richard-Strauss-Institut ein rund zweistündiger Rundgang durch Partenkirchen. Er bietet einen interessanten Einblick in Leben und Wirken des bedeutenden Dirigenten und Komponisten. Weitere Termine: 6. Oktober, 3. November, 15. Dezember. Nähere Informationen bietet auch die Broschüre zum Hermann-Levi-Gedenkjahr 2020 / 2021.

Ich wünsche Ihnen einen guten und gesunden Start in den Herbst.

Ihre
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Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterbrief August / 1 2020


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit einer Woche sind auch in Bayern Sommerferien. Und in diesem Jahr ist einiges anders. Viele von Ihnen sind aufgrund der Corona-Pandemie vielleicht nicht wie geplant verreist und genießen den Sommer zuhause. Angesichts unserer abwechslungsreichen Natur und des hohen Freizeitwerts unserer Region haben wir jedoch zahlreiche Möglichkeiten, uns sozusagen vor der Haustüre zu erholen und neue Kraft zu tanken. Anregungen zur Tagesplanung bietet zum Beispiel der Veranstaltungskalender unter www.gapa.de. Ein Tipp für alle Kinder und Jugendlichen, die in den ersten beiden Ferienwochen noch nichts geplant haben: Die Gemeindejugendpflege hat ein abwechslungsreiches Programm mit Kreativangeboten und Skateboard-Workshops entworfen. Unter www.juz-gap.de finden Sie den Flyer mit allen Angeboten und Terminen. Und natürlich gibt es auch wieder den Ferienpass vom Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen mit vielseitigen Erlebnissen von Juli bis September. Alle Veranstaltungen und aktuelle Änderungen sind unter www.kjr-gap.de aufgelistet.

Es bleibt zu hoffen, dass Schulen und Kindertageseinrichtungen nach den Sommerferien wieder im „Normalbetrieb“ ins neue Schul- bzw. Kindergartenjahr starten können. Was die Sanierung beziehungsweise die Teilneubauten an der Gröbenschule und der Bürgermeister-Schütte-Schule betrifft, starten momentan gerade die ersten Planungsschritte. Auf meine Einladung an den Marktgemeinderat zu einer gemeinsamen Besichtigungstour zu unseren gemeindlichen Großbauprojekten haben sich jüngst zwölf Mitglieder des Gremiums ein eigenes Bild gemacht. Quintessenz: Wir haben Handlungsbedarf, müssen aber auch – gerade angesichts der aktuellen coronabedingten Haushaltssituation – realistisch bleiben, gerade was die zeitliche Durchführung anbelangt. Als kinderfreundliche Kommune steht für uns jedoch das Wohl von Kindern und Jugendlichen an erster Stelle. Daher freue ich mich, dass die Bauarbeiten am neuen Spielplatz in Burgrain nun beginnen können. Wer noch Namensvorschläge für das – unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen - neu gestaltete Areal hat, kann diese gerne an E-Mail juz@gapa.de senden.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien einen schönen und erholsamen Sommer!
 

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

 

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterbrief Juli 2020

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Sommer hat Einzug gehalten im Werdenfelser Land. Und vieles ist anders im Corona-Jahr 2020. Zahlreiche Veranstaltungen, die fester Bestandteil des Garmisch-Partenkirchner Sommergefühls sind – ich denke dabei an das Richard-Strauss-Festival, das BMW-Bikermeeting und unsere Festwochen – können nicht stattfinden. Glücklicherweise erlauben die Lockerungen inzwischen wieder einen einigermaßen normalen Betrieb in der Gastronomie und Hotellerie sowie kulturelle Veranstaltungen im Freien. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die Musik-im-Park-Konzerte auf den Bühnen im Michael-Ende-Kurpark und im Partenkirchner Kurpark aufmerksam machen. Unter www.musik-im-park.de finden Sie das komplette Programm.

Auch unser größtes Kapital, unsere einzigartige Natur mit ihren Bergen, Almen, Seen und Wiesen, wird von den Auswirkungen der Corona-Krise berührt. In diesem Jahr werden mehr Menschen als sonst ihren Urlaub in Deutschland und somit auch Bayern und in Garmisch-Partenkirchen verbringen. Die Menschen kommen zu uns, weil sie den (Erholungs-) Wert unserer Berge, Almen und Seen schätzen. Und die meisten von ihnen – und das ist mir sehr wichtig zu betonen – achten die intakte alpine Natur, die Garmisch-Partenkirchen zu bieten hat und verhalten sich rücksichts- und verantwortungsvoll. Doch bereits das Pfingstwochenende mit starkem Besucherandrang hat gezeigt, wie leicht unser wertvoller Naturraum in Nutzungskonflikte geraten kann. Leider gibt es – und das müssen viele Tourismusorte momentan schmerzvoll erfahren – immer mehr Menschen, die aus verschiedensten Gründen den Bezug zur Natur verloren haben. Gerade der sensible Naturraum kann durch falsches Handeln sehr schnell aus dem Gleichgewicht geraten, mit letzten Endes einschneidenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einheimischen.

Wir in Garmisch-Partenkirchen sind uns der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Wo es nötig und möglich war, haben wir bereits erste Maßnahmen ergriffen, um kurzfristig für Entspannung zu sorgen. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch deutlich, dass wir mittel- und langfristig neue Strategien entwerfen müssen, um zu verhindern, dass hochsensible alpine Naturräume mit Müll und anderen Hinterlassenschaften verschmutzt und – um einen weiteren problematischen Aspekt des neuen Massenphänomens zu nennen – mit dem E-Bike befahren werden. Zusammen mit den Tourismusverantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen suchen wir nach Lösungen, die mit einer sinnvollen, ganzheitlichen Besucherlenkung sowie neuen Angeboten konkrete Antworten auf das Problem der Nutzungskonflikte liefern. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können durch verstärkte Information und zielgerichtetes Steuern unseren größten Schatz – die alpine Natur – auch für die nächsten Generationen zu erhalten.

Garmisch-Partenkirchen ist ein gastfreundlicher Ort. Bei uns sind alle willkommen, die unsere Natur als Quelle der Erholung schätzen und entsprechend behandeln. In diesem Sinne – genießen Sie den Sommer in Garmisch-Partenkirchen und achten Sie auf sich, auf Ihre Mitmenschen und auf die Natur!

Ihre
 

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterbrief Juni 2020
 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit großer Freude habe ich nach meiner Wahl zur 2. Bürgermeisterin meine Tätigkeit im Rathaus aufgenommen. Und obwohl ich noch dabei bin, mein Amtszimmer einzurichten und alle internen Abläufe kennenzulernen, habe ich bereits viele Gespräche geführt und einen Einblick in die Bandbreite meines neuen Aufgabenfeldes erhalten. Dazu gehören schwerpunktmäßig die Themen Bildung und Soziales und somit die Kindertageseinrichtungen und Schulen des Marktes Garmisch-Partenkirchen und vieles mehr. Für diese Bereiche schlägt mein Herz, nicht nur weil in Garmisch-Partenkirchen meine Wurzeln verankert sind, sondern weil ich selbst Mutter von zwei Kindern bin und weiß wo der „Schuh drückt“. Genau aus diesen Gründen habe ich mich vor sechs Jahren für den Gemeinderat aufstellen lassen und durfte seither für Veränderungen, Verbesserungen und Werteerhaltung im Ort mitarbeiten.

Ich habe mein Amt angetreten mit dem Ziel, mein Bestes zu geben. Ein offenes Ohr und ein persönlicher Austausch mit allen Beteiligten ist, denke ich, ein guter Anfang, wenn man Themen voranbringen, Probleme lösen und Wegmarken setzen möchte. Dass dies nicht immer zu 100 Prozent gelingen und dass man es nicht allen recht machen kann, ist mir bewusst. Ich hoffe jedoch auf ein gutes Miteinander und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen allen.

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterbrief Mai 2020


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit dem 1. Mai 2020 bin ich als 1. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen in „Amt und Würden“. Seit meinem Dienstantritt habe ich viele Gespräche mit den verschiedensten Mitgliedern der Verwaltung und – leider nur per Telefon – mit Bürgerinnen und Bürgern unseres unvergleichlichen Ortes geführt. Innerhalb des Rathauses habe ich verschiedene strukturelle Änderungen vorgenommen, um insbesondere Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein effizientes und am Bürgerwohl orientiertes Verwaltungshandeln bieten zu können.

Am vergangenen Mittwoch hat sich der Marktgemeinderat konstituiert, und somit können die einzelnen Ausschüsse nun „ans Werk gehen“. Erlauben Sie mir hier an dieser Stelle ein persönliches Wort: Mir ist die Ernsthaftigkeit der Lage, in welcher sich unser vom Tourismus geprägter Ort befindet, mehr als bewusst. Die kommenden Jahre werden geprägt sein vom Streben, Garmisch-Partenkirchen durch die größte Krise seit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs zu führen.

Als Ihre 1. Bürgermeisterin, aber auch als in meinem Geburts- und Heimatort tief verwurzelte Bürgerin, weiß ich um die Sorgen und Nöte nicht nur der Leistungsträger des Ortes, sondern auch der sogenannten „kleinen Leute“. Daher ist es mir ein dringliches Anliegen, auch die schwachen Mitglieder unserer örtlichen Gemeinschaft nicht aus den Augen zu lassen. Bei allem Streben nach der Sicherung unseres örtlichen Wohlstands dürfen die Belange der Kinder, der Alleinerziehenden, der sozial Bedürftigen, der alten und kranken Mitbürger nicht vergessen werden.

Die vordringlichste Aufgabe, welche ich gemeinsam mit den Mitgliedern des Marktgemeinderates anzugehen habe, ist die Priorisierung der im Haushalt beschlossenen Projekte. Um es ganz klar zu sagen: Der Haushalt 2020 ist das Papier nicht wert, auf dem er steht. Seine „Geschäftsgrundlage“ ist weggefallen. Unsere kommunalen Einkünfte aus Steuern, Gebühren und Abgaben werden in einem noch nicht überschaubaren Maß einbrechen – diesem Umstand muss umgehend Tribut gezollt werden, was heißt, dass auch schmerzhafte Streichungen erfolgen werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, der direkte Kontakt zu Ihnen liegt mir am Herzen – ich vermisse ihn schmerzlich. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine große Befürworterin des persönlichen Gesprächs bin, sei es in meinem frühen Berufsleben als Rechtsanwältin gewesen, oder jetzt und in Zukunft als Ihre 1. Bürgermeisterin. Deshalb freue ich mich schon heute darauf, Sie – sobald es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt – Sie in meiner Bürgersprechstunde, donnerstags (außer an Sitzungstagen) in der Zeit von 16 Uhr bis 17 Uhr in meinem Rathausbüro, begrüßen zu dürfen.

Bis dahin erreichen Sie mich am besten per E-Mail unter buergermeisterin@gapa.de.

Bitte bleiben Sie gesund und geben Sie die Hoffnung nicht auf: Unser Ort ist, war und wird immer dann am stärksten sein, wenn seine Bewohner zusammenhalten und gemeinsam anpacken!

Ihre

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch