Markt Garmisch-Partenkirchen

Der aktuelle Bürgermeisterinnenbrief

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

weiterhin bestimmt das Infektionsgeschehen unseren Alltag und wie wahrscheinlich viele von Ihnen, frage auch ich mich in diesem Monat, was sich eigentlich im Vergleich zu letztem Jahr zu dieser Zeit verändert hat? Nicht viel, so scheint es. Wir befinden uns im Lockdown und die Einschränkungen für Gastronomie, Einzelhandel, Tourismus, Kultur und Familien sind nach wie vor vorhanden. Dennoch stimmt mich die ein oder andere Situation optimistisch und das liegt nicht nur am ersehnten offiziellen Frühlingsbeginn.

Wie in meinem letzten Bürgermeisterinnenbrief geschrieben, gehen wir Schritt für Schritt voran. Neben dem Impfen und den bekannten AHA-Regeln (Abstand halten – Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen) zählt das Testen zu einer weiteren Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus. Beim Thema Testen geht es vorwärts. Neben dem eingerichteten großen Testzentrum beim Alspitzwellenbad und den zwei Apotheken (Ludwigsapotheke in der Ludwigstraße, Dreitorspitzapotheke in der Hauptstraße) unterstützt auch das Corona-Testzentrum am Richard-Strauss-Platz. Zudem bieten Hausärzte nach den Osterferien Impftermine an.

Auch wenn das Leben gerade wie eine Art „Warteschleife“ wirkt, wollen Kinder spielen – lachen und Freude erleben. So braucht es in dieser sogenannten „Wartezeit“ „Zwischenlösungen“. Und so stand es für mich außer Frage, für das Oster- Pfingst- und Sommerferienprogramm des Kreisjugendrings (KJR) unsere Räumlichkeiten (Container) an der Bahnhofstraße kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie bieten mehr Platz und so eine bessere Möglichkeit zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Zudem habe ich das
Spielmobil des KJRs für die Sommermonate an vier Terminen bestellt. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team um das Spielmobil mit Hygiene-Konzept gezeigt, dass „Spielen“ wichtiger denn je ist.

Aus Zwischennutzungen können am Ende nachhaltige Projekte für Kinder und Familien
werden. So freue ich mich, dass wir den zukünftigen „gapark“ im Herzen von Garmisch unterstützen. Ein wunderbares neues Projekt zum Biken, Bewegen und Begegnen. Das
Areal zwischen Krankenhausschule und Sankt-Martin-Straße bekommt als „gapark“ ein neues Gesicht. Um die in großen Teilen brachliegende Fläche im Zentrum von Garmisch
zukunftsweisend weiterentwickeln und gestalten zu können, haben Anwohner*innen den „Förderverein naturnaher Begegnungs- und Bewegungsflächen Garmisch-Partenkirchen e.V.“ gegründet und bereits einen Landschaftsarchitekten mit der Planung eines neuen öffentlichen Freiraums beauftragt. Für die professionelle und vollständige Realisierung des „gaparks“ ist der Verein auf weitere Unterstützung von
weiteren Förderern und Sponsoren sowie Vereinsmitglieder angewiesen. Der Markt Garmisch-Partenkirchen fördert das Projekt „gaparks“ in den Jahren 2020 /21 voraussichtlich mit 80.000 Euro. Daneben unterstützen die Mitarbeiter des Bauhofes das Projekt.

Wie Sie sehen, geht es trotz Einschränkungen Schritt für Schritt weiter. Wir sind ein Jahr nach Beginn des Lockdowns dahingehend vorangekommen, dass wir erprobter und routinierter im Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit geworden sind.

Als Kommunalpolitikerin und 2. Bürgermeisterin bin ich an Ihnen, liebe Bürgerin, lieber Bürger am nächsten dran und halte gerne auch mal als Blitzableiter her. Ich bitte um Verständnis, dass wir gewisse Entscheidungen gar nicht selber beeinflussen können, sondern nur Vorgaben umsetzen. Aber Sie können darauf vertrauen, dass wir in dieser Zeit für Ihre Sorgen und Ideen da sind.

Ich wünsche uns weiterhin viel Kraft und bleiben Sie gesund!

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

Garmisch-Partenkirchen, 09.04.2021

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk