Markt Garmisch-Partenkirchen

Der aktuelle Bürgermeisterinnenbrief

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

weiterhin bestimmt das Infektionsgeschehen unseren Alltag und wie wahrscheinlich viele von Ihnen, frage auch ich mich in diesem Monat, was sich eigentlich im Vergleich zu letztem Jahr zu dieser Zeit verändert hat? Nicht viel, so scheint es. Wir befinden uns im Lockdown und die Einschränkungen für Gastronomie, Einzelhandel, Tourismus, Kultur und Familien sind nach wie vor vorhanden. Dennoch stimmt mich die ein oder andere Situation optimistisch und das liegt nicht nur am ersehnten offiziellen Frühlingsbeginn.

Wie in meinem letzten Bürgermeisterinnenbrief geschrieben, gehen wir Schritt für Schritt voran. Neben dem Impfen und den bekannten AHA-Regeln (Abstand halten – Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen) zählt das Testen zu einer weiteren Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus. Beim Thema Testen geht es vorwärts. Neben dem eingerichteten großen Testzentrum beim Alspitzwellenbad und den zwei Apotheken (Ludwigsapotheke in der Ludwigstraße, Dreitorspitzapotheke in der Hauptstraße) unterstützt auch das Corona-Testzentrum am Richard-Strauss-Platz. Zudem bieten Hausärzte nach den Osterferien Impftermine an.

Auch wenn das Leben gerade wie eine Art „Warteschleife“ wirkt, wollen Kinder spielen – lachen und Freude erleben. So braucht es in dieser sogenannten „Wartezeit“ „Zwischenlösungen“. Und so stand es für mich außer Frage, für das Oster- Pfingst- und Sommerferienprogramm des Kreisjugendrings (KJR) unsere Räumlichkeiten (Container) an der Bahnhofstraße kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sie bieten mehr Platz und so eine bessere Möglichkeit zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Zudem habe ich das
Spielmobil des KJRs für die Sommermonate an vier Terminen bestellt. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team um das Spielmobil mit Hygiene-Konzept gezeigt, dass „Spielen“ wichtiger denn je ist.

Aus Zwischennutzungen können am Ende nachhaltige Projekte für Kinder und Familien
werden. So freue ich mich, dass wir den zukünftigen „gapark“ im Herzen von Garmisch unterstützen. Ein wunderbares neues Projekt zum Biken, Bewegen und Begegnen. Das
Areal zwischen Krankenhausschule und Sankt-Martin-Straße bekommt als „gapark“ ein neues Gesicht. Um die in großen Teilen brachliegende Fläche im Zentrum von Garmisch
zukunftsweisend weiterentwickeln und gestalten zu können, haben Anwohner*innen den „Förderverein naturnaher Begegnungs- und Bewegungsflächen Garmisch-Partenkirchen e.V.“ gegründet und bereits einen Landschaftsarchitekten mit der Planung eines neuen öffentlichen Freiraums beauftragt. Für die professionelle und vollständige Realisierung des „gaparks“ ist der Verein auf weitere Unterstützung von
weiteren Förderern und Sponsoren sowie Vereinsmitglieder angewiesen. Der Markt Garmisch-Partenkirchen fördert das Projekt „gaparks“ in den Jahren 2020 /21 voraussichtlich mit 80.000 Euro. Daneben unterstützen die Mitarbeiter des Bauhofes das Projekt.

Wie Sie sehen, geht es trotz Einschränkungen Schritt für Schritt weiter. Wir sind ein Jahr nach Beginn des Lockdowns dahingehend vorangekommen, dass wir erprobter und routinierter im Umgang mit den Herausforderungen dieser Zeit geworden sind.

Als Kommunalpolitikerin und 2. Bürgermeisterin bin ich an Ihnen, liebe Bürgerin, lieber Bürger am nächsten dran und halte gerne auch mal als Blitzableiter her. Ich bitte um Verständnis, dass wir gewisse Entscheidungen gar nicht selber beeinflussen können, sondern nur Vorgaben umsetzen. Aber Sie können darauf vertrauen, dass wir in dieser Zeit für Ihre Sorgen und Ideen da sind.

Ich wünsche uns weiterhin viel Kraft und bleiben Sie gesund!

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief März 2021

 

Liebe Garmisch-Partenkirchner Mitbürgerinnen und Mitbürger,

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte...“

Geht es Ihnen so wie mir? Freuen Sie sich auch darauf, dass die Sonne wieder wärmt, der Schnee schmilzt und die Schneeglöckerl herausspitzen. Beim Spazierengehen auf den „Sunnaseiten“ sind schon die ersten Leberblümerl zu sehen und Palmkätzchen zeigen sich an den Weiden.

Der vergangene Winter hat uns viel abverlangt, mehr als wir uns haben vorstellen können, und damit sind nicht Kälte, Schnee und Eis gemeint. Ein unsichtbares Virus, das die Welt in Atem hält und einen jeden Einzelnen von uns einschränkt und belastet.

„Der Tod ist keine statistische Größe, sondern tragische Realität“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem Interview. „Er ist nicht nur Gegenstand von individueller Trauer — es wird uns noch etwas bewusst: eine schon fast verdrängte Verletzlichkeit unseres Daseins. Wir haben unsere Individualität gepflegt und spüren jetzt, wie existenziell wir auf andere angewiesen sind.“

Aus diesem Grunde werden wir am 18. März der Menschen gedenken, die an Corona gestorben sind.
Wie viele von uns fühlen sich auf Grund der Kontaktbeschränkungen einsam und verlassen.
Wie viele Garmisch-PartenkirchnerInnen fürchten um ihre Zukunft, weil ihnen die wirtschaftliche Existenz durch die Schließungen entzogen wurde – hier trifft es die „Kleinen“ genau so, wie die „Großen“.

Wie viele bleibende psychische Schäden müssen wir für unser Kinder fürchten, denen es wochen- und monatelang nicht vergönnt war, ihre Schulen, Kitas und Kindergärten zu besuchen, die sich im „homeschooling“ üben mussten und ihre Freunde und Lehrer nur über den Bildschirm sehen konnten.
Viele unserer SeniorInnnen durften wochenlang keinen Besuch von Ihren Angehörigen empfangen, weil die Alten- und Pflegeheime coronabedingt geschlossen werden mussten.

Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung: es gibt Vaczine – Impfstoffe – die das Virus in seine Schranken weisen können, die Menschen immun machen oder zumindest schwere Krankheitsverläufe verhindern.

Ich bin der festen Überzeugung, dass nur das Impfen uns hilft „wieder auf die Beine“ zu kommen. Daher meine Bitte: lassen Sie sich impfen!

Ab dem 8. März dürfen unsere Geschäfte wieder aufmachen und die Kunden persönlich bedienen. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue, endlich wieder die vertrauten Gesichter in unseren Läden zu sehen, mich von fachkundigem Personal beraten zu lassen und ein Lächeln mit den Waren mit nach Hause zu nehmen.

Was aber passiert mit der Hotellerie, der Gastronomie, den Vermietungen von Ferienwohnungen?
Die Gastronomie kann sich zumindest auf die Bewirtschaftung der Außenflächen einstellen – hoffentlich spielt der Wettergott mit.

Unsere Gastgeber und Vermieter jedoch müssen bangen und warten.

Für mich – und das sage ich in aller Deutlichkeit – ist es völlig unverständlich, warum gerade das oberbayerische Schlüsselgewerbe, welches sich frühzeitig, kostenträchtig und höchst erfolgreich auf die Pandemie eingestellt hat, noch immer keine Perspektiven erhält.

Ich gehe fest davon aus, dass nach den Osterfeiertagen unser Ort wieder Gäste empfangen darf.

In diesem Zusammenhang erlauben Sie mir noch ein ganz persönliches Wort:

Ich mache mir große Sorgen um unseren Ort und unsere umgebende Natur, diese ist unser größtes Kapital und verdient all unseren Schutz.
Wir werden uns, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, wieder einem gewaltigen Ansturm von Besuchern aus Nah und Fern stellen müssen.
Wir sollten uns auf diese Gäste freuen und sie nicht verdammen, wenn diese ein einschlägiges KFZ-Kennzeichen haben.
Daher bitte ich Sie alle um Toleranz denen gegenüber, die zu uns kommen, eben weil wir in dieser gottbegnadeten Landschaft leben dürfen.
Selbstverständlich erwarte ich auch von den Besuchern unseres Ortes und unserer Fluren, dass sich diese so benehmen, wie es sich „gehört“: mit einem Höchstmaß an Rücksicht gegenüber der Natur und den Menschen, die unsere Kulturlandschaft hegen und pflegen.
Sofern es die Gremien des Marktes zulassen, werden auch wir die Naturschutzwacht einführen. Ein Instrument, das auf Aufklärung der Besucher unserer Naturflächen setzt und bereits höchst erfolgreich z.B. in Uffing umgesetzt wurde.

Vielleicht liegen Ihnen unsere Fluren auch so am Herzen wie mir und Sie wären bereit, in Ihrer Freizeit zum Schutze der Natur mitzuarbeiten?

Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn die Naturschutzwacht einen möglichst großen Unterstützerkreis finden würde.

Mir verbleibt noch die Bitte, dass Sie den Kopf nicht hängen lassen, trotz aller noch bestehenden Einschränkungen und den Frühling im Werdenfelser Land genießen.

Bis bald, Ihre

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief Februar 2021


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

weiterhin bestimmt das Infektionsgeschehen unseren Alltag. Familien mit Kindern leiden weiter unter den Schließungen von Kitas und Schulen, alle anderen unter den Kontaktbeschränkungen und allem was damit zusammenhängt.

Noch immer sind unsere heimischen Betriebe geschlossen. Einen kleinen Lichtblick bietet jedoch „Click & Collect“, welches seit dem 11. Januar in Deutschland erlaubt ist. Bestellungen werden online oder telefonisch geordert und dann persönlich, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, im jeweiligen Geschäft abgeholt. Auch die Büchereien in Garmisch-Partenkirchen dürfen diesen Service seit kurzem wieder anbieten. Probieren Sie es einfach mal aus, und unterstützen Sie die lokalen Händlerinnen und Händler sowie Büchereien.
Neben der Auflistung der teilnehmenden Gewerbetreibenden auf unserer Bürgerservice-Website haben wir in den sozialen Medien (Facebook) eine Gruppe mit dem Namen "Click & Collect Garmisch-Partenkirchen" eingerichtet. Hier können sich gerne alle, die „Click & Collect“ anbieten oder nutzen möchten, eintragen. Die Gruppe ist für alle offen.

Gerne würde ich mit Ihnen nun gemeinsam die lebendige Faschingszeit genießen. Aber auch diese Zeit des närrischen Treibens, der Ausgelassenheit und der Fröhlichkeit vor Beginn der österlichen Fastenzeit (Passionszeit) entfällt in der gewohnten Form.

Ich bleibe zuversichtlich und ermutige Sie dasselbe zu tun. Auch bitte ich Sie, sich bei der kommenden Debatte über das Kongresshaus zu beteiligen. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger aus Garmisch-Partenkirchen auf, an dem ergebnisoffenen Verfahren teilzunehmen, um gemeinsam zu entscheiden, was mit dem Kongresshaus geschehen soll.
Zum Schluss möchte ich noch kleine Einblicke aus der Schulverwaltung mitgeben. Ab Mitte März steht der Umzug der Kinderkrippe Partenkirchen in die Bahnhofsstraße an. Auch der Hort Partenkirchen wechselt voraussichtlich über Ostern interimsweise in die Container. Vorrangiges Ziel ist die Sanierung der Schulen. Dieses Ziel möchten wir Schritt für Schritt umsetzen.
Schritt für Schritt – ein gutes Motto für die anstehende Zeit. Ich wünsche uns weiterhin viel Kraft und bleiben Sie gesund!

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief Januar 2021


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zunächst einmal ein von Herzen kommendes gutes neues Jahr, verbunden mit dem Wunsch, dass dieses Jahr ein besseres wird, als das letzte.
Seit bald einem Jahr hält uns „Corona“ gefangen, die Pandemie schränkt uns ein, im privaten, im beruflichen und im öffentlichen Leben.
Unsere Kinder dürfen nicht mehr in die Schule gehen, Kindergärten und Kitas müssen geschlossen bleiben.
Unsere Angehörigen in den Pflegeheimen dürfen keinen Besuch mehr empfangen, ebenso wenig wie die Patienten in den Kliniken.
Unsere Gastronomie und Hotellerie darf keine Gäste aufnehmen, bzw. bewirten – die Häuser, auch mein Elternhaus - stehen leer.
Unsere Geschäfte – bis auf wenige Ausnahmen – müssen geschlossen halten.
Kein Theater, kein Kino, kein Konzert –  unser gesamtes kulturelles Leben steht still: wie lange dieser Zustand andauert, steht in den Sternen.
Als Bürgermeisterin dieses wunderbaren Ortes tut es mir in der Seele weh, wenn ich sehen muss, wie Existenzen an den Rand des Ruins kommen, die Menschen verzweifelt sind, weil sie immer mehr vereinsamen und von Zukunftssorgen geplagt werden.
Und doch gibt es für mich einen Hoffnungsschimmer, auch wenn dieser nicht von Ihnen allen als solcher akzeptiert wird: einen oder mehrere Impfstoffe.
Wie Sie wissen, befindet sich seit kurzem das neu errichtete Impfzentrum am Alpsitz-Wellenbad.
Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, die Fläche zwischen Eisstadion und Wellenbad sowohl für das Corona-Testzentrum, als auch für das Impfzentrum zur Verfügung zu stellen.
Ich bin froh, dass wir alle keine weiten Wege zurücklegen müssen, um zu diesen beiden Einrichtungen zu gelangen.
Für mich ist es übrigens sonnenklar, dass ich mich impfen lasse, sobald ich an der Reihe bin.

Das politische Leben steht indessen nicht still.
Wir arbeiten im Rathaus mit Hochdruck an der Vorlage des Haushalts 2021, ein Unterfangen, das nicht eben einfach ist.
Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, wie sich die Einkünfte des Marktes entwickeln werden.

Eins wissen wir jedoch genau: wir müssen unsere Schulen – 5 an der Zahl – angehen und renovieren, für unsere Kinder die unsere Zukunft sind und um dem Prädikat „kinderfreundliche Kommune“ nicht nur auf dem Papier gerecht zu werden.

Der Fauken wird zudem unsere Kassen erheblich belasten.
Die Straßendecke, welche vom Floriansplatz bis hinunter bis zur Einmündung der Schnitzschulstraße in die Hauptstraße aufliegt, ist so „marode“, dass ein Einbruch zu befürchten ist.
Selbstverständlich werden Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger“ über die Planungen dieses Großprojekts informiert.
Sobald uns belastbare Pläne vorliegen, werden wir diese auf allen verfügbaren Kanälen kommunizieren.

Und: das Kongresshaus!
Sollen wir wirklich über 8 Millionen (!!!) in den zwingend notwendigen Brandschutz investieren, oder sollen wir neu denken, spr. zuerst endlich einmal die Bedarfe des Tourismus und von uns, der Einwohnerinnen und Einwohner, ermitteln?
Wir dürfen nicht übersehen, dass sich die Welt im letzten Jahr verändert hat.
Touristen aus aller Welt werden, sobald es die Pandemie zulässt, wieder zu uns nach Garmisch-Partenkirchen kommen. Sie werden Erwartungen an uns haben, ebenso, wie wir, die wir darauf warten, endlich wieder unseren Ort präsentieren zu können.
Sollen wir die Chance ergreifen und auf die neue touristische Situation eingehen, oder wollen wir es bei dem Ergebnis des Ratsbegehrens belassen, wonach die Renovierung und ein Teilneubau des bestehenden Kongresshauses beschlossen wurde.
Wäre es nicht endlich an der Zeit, über den „Gebäuderand“ hinauszudenken?
Wäre es nicht endlich an der Zeit, unseren wunderbaren Kurpark, der sich fast unbemerkt hinter Zäunen und Gebäuden verbirgt, zu öffnen, sichtbar zu machen.
Ich hoffe sehr, dass die Mitglieder des Marktgemeinderates den Willen haben werden, sich unvoreingenommen dieser Thematik zu stellen – unabhängig von deren Parteizugehörigkeit oder politischen Zukunftsambitionen.
Die vielen anderen Themen, die wir angehen werden, bzw. schon angegangen sind  – Wohnungsbau, Umweltschutz, Verkehr, uvam. – würden die Dimension dieses Bürgermeisterbriefes sprengen.
Ich darf Ihnen aber eins versichern: die 2. Bürgermeisterin und ich arbeiten mit all unserer Kraft daran, dass unser geliebter Heimatort eine Zukunftsperspektive hat.

Und zum Abschluss dieses Bürgermeisterinnenbriefes noch mein ganz persönlicher Wunsch für das Jahr 2021: lassen Sie sich impfen, sobald Sie an der Reihe sind, beweisen Sie hierdurch Ihre Solidarität gegenüber Ihren MitbürgerInnen und bleiben gesund, damit wir uns bald persönlich wiedersehen können!

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief Dezember 2020


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

das Jahr 2020 neigt sich langsam dem Ende zu, und ich hoffe, dass Sie die Adventszeit trotz der aufregenden und widrigen Momente in der vergangenen Zeit ein wenig zum Innehalten nutzen können.

Kurz vor Redaktionsschluss schreibe ich diese Zeilen noch einmal um, denn seit dem 13. Dezember ist klar, dass ein weiterer Lockdown mit Maßnahmen die unser Leben weiter einschränken angeordnet wird. Alle von uns trifft das sehr hart und Niemand hat sich dies gewünscht. Sie sind jedoch aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Sterbezahlen leider dringend geboten.
Die Corona-Pandemie verlangt von uns Neues und auch Ungewohntes ab und das nahezu jeden Tag. Es liegt an jedem von uns, diese Zeit mit Zuversicht durchzustehen und das Positive in den Veränderungen zu sehen. Hierfür möchte ich Ihnen Mut zusprechen. Gerade jetzt in der „staaden Zeit“, wo wir das Jahr normalerweise besinnt und ruhig ausklingen lassen, erwartet uns eine Ruhe, die sich so niemand gewünscht hat. Eine Ruhe mit Stillstandcharakter, obwohl das Jahr 2020 so ein Bewegtes war.

Persönlich blicke ich auf ein aufregendes und besonderes Jahr 2020 zurück. Mit der diesjährigen Bürgermeisterneuwahl hat sich mein berufliches Leben grundlegend verändert. Als 2. Bürgermeisterin erwartet mich jeden Tag eine oder auch mehrere Herausforderungen im Rathaus, die ich gerne annehme und die ich bisher – auch dank des guten Miteinanders mit der 1. Bürgermeisterin und mit allen Kolleginnen und Kollegen – allen konstruktiv begegnen konnte.

In meinem Aufgabenbereich liegen mir besonders unsere Schulen am Herzen. Die dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten haben nach wie vor höchste Priorität. Aber auch die Digitalisierung wollen wir mit Nachdruck weiter vorantreiben. Daher freue ich mich, dass ich im November den örtlichen Grund- und Mittelschulen insgesamt 180 Tablets überreichen konnte, die im Falle von Distanzunterricht den Schülerinnen und Schülern zugutekommen, die zuhause über keine entsprechende digitale Ausstattung verfügen.

Wie gerne würde ich Ihnen nun den Christkindlmarkt am Richard-Strauss-Platz, den „Winterzauber am Mohrenplatz“ oder die „Partenkirchner Winter Hüttenzauber“ im Neujahr in der Historischen Ludwigstraße ans Herz legen. Doch dieses Jahr ist alles anders. Auch unsere sportlichen Großveranstaltungen – der City-Biathlon, das Neujahrsskispringen oder das Hornschlittenrennen finden nicht im gewohnten Format statt. Bitte halten Sie sich all dies im Herzen – wir sehen uns sicherlich im kommenden Jahr wieder.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen ein besonderes Video für die Weihnachtszeit empfehlen, welches der Markt Garmisch-Partenkirchen im Rahmen seiner Kulturförderung unterstützt. Das Werdenfelser Künstlerbündnis unter der künstlerischen Leitung von Andreas Bräu präsentieren die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma. Ab dem 20. Dezember finden Sie das Video auf unserer Website www.buergerservice.gapa.de und können es in den bekannten sozialen Medien aufrufen.

Und noch eine persönliche Bitte, mit dem Wissen, dass es dem ein oder anderen schwerfällt. Verzichten Sie zu Silvester bitte auf das übliche Feuerwerk. Lassen Sie uns mit Vernunft und Ruhe in das neue Jahr starten.

Frohe Festtage und ein gutes, gesundes und fröhliches neues Jahr wünscht Ihnen schon heute

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief November 2020


Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie gerne hätte ich Sie in den vergangenen sechs Monaten meiner Amtszeit persönlich getroffen: bei unseren traditionellen und viel geliebten Anlässen wie Fronleichnam, den Festzügen in Garmisch und Partenkirchen zur Bierzelteröffnung, zum Tag der Deutschen Einheit und bei vielen anderen Gelegenheiten. Mir geht es so wie Ihnen, liebe Garmisch-PartenkirchnerInnen: Als Bürgermeisterin fehlt mir der direkte Kontakt zu den Ihnen, das persönliche Gespräch – sei es unter vier Augen, bei einer Versammlung oder an einem großen Tisch in geselliger Runde -  ganz einfach das Zusammensein mit den Nächsten.

Nichts kann in meinen Augen den direkten Austausch ersetzen, auch keine Videokonferenz. Trotzdem müssen wir alle uns den Gegebenheiten stellen. Es wird in diesem Jahr keinen Christkindlmarkt auf dem Richard-Strauss-Platz geben, keine Adventsmärkte, wie den so wunderbaren bei der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe e.V., keine Weihnachtsfeiern, wie zum Beispiel die des Krippenbauvereins. Diese uns so lieb gewordenen Veranstaltungen werden uns fehlen, da sie uns allen über viele Jahre hinweg ans Herz gewachsen sind. Die „staade Zeit“ ist jetzt noch stiller als sonst!

Als Bürgermeisterin würde ich mir wünschen, dass wir alle gemeinsam die kommenden Wochen bis Weihnachten nutzen, um uns auf das zu besinnen, was unseren Ort so lebens- und liebenswert macht: das „unbandige“ Miteinander seiner Bewohner, immer wenn es um „etwas geht“. Jetzt geht es darum, gemeinsam auf unseren Heimatort zu schauen, ihn gemeinsam in den nächsten Wochen, eventuell Monaten, durch die Pandemie zu führen. Wir alle haben es gemeinsam in der Hand!

Warum wird so viel online bestellt, wo es doch in unserem Ort kaum etwas gibt, was es nicht gibt! Warum sollten wir Konzerne fördern, die hier bei uns keine Steuern zahlen und keine Arbeitsplätze vorhalten? Warum unterstützen wir nicht unsere hiesigen Geschäfte und Betriebe? Sie sollen „Corona“ überstehen, sie sollen uns bleiben, damit unser Ort auch weiterhin von Leben erfüllt ist. Und genauso verhält es sich auch mit unseren Gaststätten: Sie sind – und das ohne eigenes Zutun – schwer gebeutelt. Denken Sie doch einmal darüber nach, die Liefer- und Abhol-Angebote zu nutzen. Zusammengefasst: Das Christkindl würde sich freuen, wenn die Weihnachtspackerl in diesem Jahr aus Garmisch-Partenkirchen kommen!

Wie wäre es, wenn Sie dem Motto „Ich schenk mir selber was!“ folgen würden? Wir alle haben unsere „Lieblingsgeschäfte“ hier vor Ort, in denen wir freundlich begrüßt werden und die VerkäuferInnen unsere Vorlieben, Konfektionsgrößen etc. kennen. Ich zum Beispiel schenke mir seit vielen Jahren selber Lesestoff. Dazu bringe ich zur Platzerlbackzeit, also jetzt, in die Buchhandlung meines Vertrauens einen Betrag X. Kurz vor Heiligabend hole ich dann meine Packerl ab, ohne zu wissen, welche Bücher seitens der Buchhandlung ausgesucht wurden. Zum Fest wartet dann immer eine Überraschung auf mich – liebevoll verpackt außerdem. Sie dürfen mir glauben, in all den Jahren war noch nie ein einziges Buch dabei, welches meinen Lesegeschmack nicht getroffen hätte! Daher: Probieren Sie es aus, gehen Sie in Ihr Lieblingsgeschäft und machen Sie sich zu Weihnachten selber eine Freude!

Abschließend möchte ich mich noch persönlich bei allen von Ihnen bedanken, die tagtäglich ihre Frau beziehungsweise ihren Mann stehen, um uns alle in Zeiten von Corona zu unterstützen. All jenen, die unter großem persönlichen Einsatz Dienst am Nächsten, sprich an der Allgemeinheit, leisten. Eine Aufzählung aller Personen und Institutionen würde den Umfang dieses Bürgermeisterbriefes sprengen.

Daher ein von Herzen kommendes Vergelt´s Gott allen, die sich angesprochen fühlen.

Mir bleibt nur mehr Sie eindringlich zu bitten: Schützen Sie sich und Ihre Nächsten, tragen Sie Maske, waschen Sie sich die Hände und – auch wenn´s schwer fällt - halten Sie Abstand!

Bleiben Sie gesund,


Ihre Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief Oktober 2020

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Herbst hat spürbar Einzug gehalten im Werdenfelser Land. Neben sinkenden Temperaturen und bunten Blättern beschäftigt uns in diesem Jahr aber auch weiterhin vor allem die Covid-19-Pandemie. Die Einschränkungen, die angesichts der bundesweit deutlich ansteigenden Fallzahlen gerade wieder modifiziert wurden, wirbeln unser gewohntes Leben nach wie vor durcheinander. Auch die Planungen von kulturellen Veranstaltungen und anderen Feierlichkeiten sind davon betroffen. So müssen wir beispielsweise die traditionellen Kranzniederlegungen am Volkstrauertag in viel kleinerem Rahmen abhalten wie gewohnt. Auch unsere jährliche Bürgerversammlung, die in diesem Jahr am 26. November im Festsaal Werdenfels geplant ist und zu der ich Sie schon heute herzlich einladen möchte, kann nur unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln und somit mit einem eingeschränkten Sitzplatzkontingent veranstaltet werden. Jedoch ist uns viel daran gelegen wichtige Termine trotz aller Widrigkeiten stattfinden zu lassen.

Zu den Fixterminen im Kalender einer Bürgermeisterin gehören auch die Besuche der 4. Klassen, die die Gemeindeverwaltung und die Geschichte des Marktes Garmisch-Partenkirchen normalerweise auf einem Rundgang durchs Rathaus hautnah kennenlernen können. Da momentan keine Besuche größerer Gruppen im Rathaus möglich sind, haben wir den Spieß einfach umgedreht. Mit einer digitalen Rathausführung im Gepäck war ich in den vergangenen Wochen in einigen Klassenzimmern zu Besuch und habe die Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet. Die Sicht der Kinder und Jugendlichen auf unseren Ort und auf bestimmte Themenfelder ist mir als 2. Bürgermeisterin einer Kinderfreundlichen Kommune – und diese Auszeichnung möchte der Markt Garmisch-Partenkirchen ja auch in den kommenden Jahren behalten – sehr wichtig. Ich freue mich über alle Anregungen und Ideen, die ich von Kindern erhalte, und nehme sie ernst – auch wenn nicht alles eins zu eins und umgehend realisiert werden kann.

So muss ich zum Beispiel im Falle des neuen „Burgi“-Spielplatzes auf dem ehemaligen Bolzplatzareal in Burgrain leider noch um ein wenig Geduld bitten. Die Arbeiten sind zwar schon weit fortgeschritten. Die aus Holz gefertigten Spiel- und Klettergeräte, die die Burgrainer Kinder im Rahmen eines Beteiligungsworkshops selbst aussuchen durften, sind bereits installiert. Jedoch verhindert eine lehmhaltige Bodenschicht im Untergrund, dass Niederschlagswasser abfließen beziehungsweise versickern kann. Bevor ein Rollrasen beziehungsweise Hackschnitzel aufgebracht werden, muss nun zunächst die Lehmschicht an einigen Stellen abgetragen und mit einer wasserdurchlässigen Schotterschicht ersetzt werden. Diese Arbeiten können erst nach Beendigung der Frostperiode durchgeführt werden, so dass wir leider auch die Eröffnung des Spielplatzes ins Frühjahr 2021 verschieben müssen. Dann ist die Freude jedoch hoffentlich umso größer.

Nun wünsche ich Ihnen eine gute und vor allem gesunde Herbstzeit!

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief September 2020


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Covid-19-Fallzahlen in Garmisch-Partenkirchen, die in der zweiten Septemberwoche unerwartet rapid in die Höhe geschnellt sind, haben unserem Ort überregionale Aufmerksamkeit beschert und bei vielen Menschen für Verunsicherung gesorgt. Das ist verständlich, denn tatsächlich hat die Nachricht von über 50 Neuinfektionen innerhalb von wenigen Tagen zu Einschränkungen für die Gastronomie, aber auch zu Übernachtungs-Stornierungen geführt und bei Eltern die Angst vor neuen Kita- und Schulschließungen hervorgerufen. Die ersten Ergebnisse der Massentestungen haben glücklicherweise die schlimmsten Befürchtungen nicht bestätigt und so für eine Beruhigung der Lage gesorgt.

In diesem Zusammenhang ist es mir – und hierbei darf ich selbstverständlich auch für die 2. Bürgermeisterin Claudia Zolk sprechen – ein großes Bedürfnis mich ausdrücklich beim Landratsamt Garmisch-Partenkirchen als der für den Infektionsschutz zuständigen Behörde, speziell bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitsamtes sowie bei den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes zu bedanken. Sie alle arbeiten seit Beginn der Pandemie unter Hochdruck und sind teilweise großen Belastungen ausgesetzt. Die bedauerliche Tatsache, dass viele Gastronomiebesucher falsche Daten auf den Kontaktlisten angeben, erschwert die Arbeit derjenigen, die sich bemühen vorhandene Infektionsketten nachzuvollziehen, natürlich extrem. Alle, die im Landratsamt und darüber hinaus helfen die Pandemie in unserem Ort und unserem Landkreis zu kontrollieren, einzudämmen und zu beherrschen, verdienen höchsten Respekt und große Anerkennung. Hierbei möchte ich mich auch ausdrücklich bei den Vertretern der US-Streitkräfte bedanken, die bezüglich der Angestellten aus der Edelweiss-Lodge von Anfang an vertrauensvoll und transparent mit uns kommuniziert und überaus verantwortungsvoll gehandelt haben.

Wir – der Markt Garmisch-Partenkirchen, das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen und die Vertreter der US-Streitkräfte sowie die örtlichen Vertreter der Polizei – stehen in regelmäßigem Austausch und haben bezüglich der jüngsten Entwicklungen gute und konstruktive Gespräche geführt. Ob und inwieweit die oben genannte junge Frau bei der Ausbreitung der Infektionen beteiligt war, wird momentan ermittelt. Es stimmt: Sie hat sich mit den Ausflügen ins örtliche Nachtleben trotz Symptomen und Quarantäneauflagen in hohem Maße verantwortungslos verhalten. Jedoch – und das möchte ich hier ebenso klarstellen – rechtfertigt ein Anfangsverdacht (und mehr ist es momentan nicht) weder die verantwortungslose Berichterstattung einzelner Medien noch völlig unangemessene Kommentare in den Sozialen Netzwerken und schon gar nicht die Tatsache, dass die Frau mit ernsten Bedrohungen konfrontiert wurde.

Ich kann es gut nachvollziehen, dass die Nerven vieler Menschen blank liegen. Unser Alltag, unser gewohntes Lebensgefühl ist momentan völlig durcheinandergeraten. Viele haben Angst, bangen um ihre Gesundheit und ihre wirtschaftliche Existenz. Wir können dieser Krise jedoch nur zusammen etwas entgegensetzen, indem wir Umsicht walten lassen und Rücksicht nehmen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine große Portion Geduld, Vernunft und – so gut es geht – Gelassenheit.

Ihre

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

 

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief August / 2 2020

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Sommer zeigt sich in Garmisch-Partenkirchen auch Ende August noch von seiner schönen Seite. Dennoch trüben in diesem Jahr ein paar Wermutstropfen den weiß-blauen Himmel, und zwar nicht nur in unserem Ort. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, aber auch die angrenzenden alpinen Regionen und Destinationen sind aufgrund der Covid-19-Pandemie und dem geänderten Urlaubs- und Freizeitverhalten der Menschen mit bisher nie dagewesenen Herausforderungen konfrontiert. Ich denke an unsere staugeplagten Straßen, an die überfüllten Parkplätze und die stetig zunehmende Beeinträchtigung unserer sensiblen Naturräume durch Lärm und Müll. Ich denke an die wachsende Frustration der Einheimischen über die Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität und an die Verunsicherung unserer Gäste aufgrund der – vor allem in den „Sozialen Medien“ oft unangemessen aufgeheizt – geführten Diskussionen.

Mir ist es ein Bedürfnis, eines ganz deutlich zu machen: In dieser Situation sind pauschale Schuldzuweisungen fehl am Platz. Denn nicht DIE Tagesgäste, nicht DIE Touristen und auch nicht DIE Einheimischen sind das Problem. Vielmehr tritt durch die besondere Situation der Pandemie das gesamtgesellschaftliche Phänomen des wachsenden Egoismus noch stärker in den Vordergrund. Ich beobachte mit Schrecken, dass immer mehr Menschen – egal woher sie kommen – ihr Freizeitverhalten ausschließlich nach ihren eigenen Interessen und ihrer eigenen Selbstverwirklichung ausrichten. Unsere – ebenfalls gesamtgesellschaftliche – Aufgabe muss es sein, diesen offensichtlichen Fehlentwicklungen entgegenzutreten und dafür zu sorgen, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Respekt gegenüber Mitmenschen und Umwelt wieder zur Richtschnur des eigenen Handelns werden. Sofortmaßnahmen verkehrsrechtlicher Art konnten punktuell bereits für Entspannung sorgen, Anwohnerproteste haben die Thematik zusätzlich ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Damit ist es aber nicht getan, das ist klar. In diesem Zusammenhang möchte ich daher auch ausdrücklich der GaPa Tourismus GmbH, der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG und dem Organisationskomitee Ski Weltcup für ihren Konzeptentwurf bezüglich der Verkehrsentlastung unserer Straßen und der Neuorganisation der Bergbahn-Parkplätze in der Wintersaison danken. Jedoch – dies ist mir auch wichtig zu betonen – muss über die konkreten Maßnahmen und Rahmenbedingungen natürlich noch diskutiert werden.

Schließlich möchte ich Sie noch auf die Themenführung „Auf Spuren Hermann Levis“ aufmerksam machen. Am Dienstag, 8. September, um 16 Uhr startet am Richard-Strauss-Institut ein rund zweistündiger Rundgang durch Partenkirchen. Er bietet einen interessanten Einblick in Leben und Wirken des bedeutenden Dirigenten und Komponisten. Weitere Termine: 6. Oktober, 3. November, 15. Dezember. Nähere Informationen bietet auch die Broschüre zum Hermann-Levi-Gedenkjahr 2020 / 2021.

Ich wünsche Ihnen einen guten und gesunden Start in den Herbst.

Ihre

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief August / 1 2020


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

seit einer Woche sind auch in Bayern Sommerferien. Und in diesem Jahr ist einiges anders. Viele von Ihnen sind aufgrund der Corona-Pandemie vielleicht nicht wie geplant verreist und genießen den Sommer zuhause. Angesichts unserer abwechslungsreichen Natur und des hohen Freizeitwerts unserer Region haben wir jedoch zahlreiche Möglichkeiten, uns sozusagen vor der Haustüre zu erholen und neue Kraft zu tanken. Anregungen zur Tagesplanung bietet zum Beispiel der Veranstaltungskalender unter www.gapa.de. Ein Tipp für alle Kinder und Jugendlichen, die in den ersten beiden Ferienwochen noch nichts geplant haben: Die Gemeindejugendpflege hat ein abwechslungsreiches Programm mit Kreativangeboten und Skateboard-Workshops entworfen. Unter www.juz-gap.de finden Sie den Flyer mit allen Angeboten und Terminen. Und natürlich gibt es auch wieder den Ferienpass vom Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen mit vielseitigen Erlebnissen von Juli bis September. Alle Veranstaltungen und aktuelle Änderungen sind unter www.kjr-gap.de aufgelistet.

Es bleibt zu hoffen, dass Schulen und Kindertageseinrichtungen nach den Sommerferien wieder im „Normalbetrieb“ ins neue Schul- bzw. Kindergartenjahr starten können. Was die Sanierung beziehungsweise die Teilneubauten an der Gröbenschule und der Bürgermeister-Schütte-Schule betrifft, starten momentan gerade die ersten Planungsschritte. Auf meine Einladung an den Marktgemeinderat zu einer gemeinsamen Besichtigungstour zu unseren gemeindlichen Großbauprojekten haben sich jüngst zwölf Mitglieder des Gremiums ein eigenes Bild gemacht. Quintessenz: Wir haben Handlungsbedarf, müssen aber auch – gerade angesichts der aktuellen coronabedingten Haushaltssituation – realistisch bleiben, gerade was die zeitliche Durchführung anbelangt. Als kinderfreundliche Kommune steht für uns jedoch das Wohl von Kindern und Jugendlichen an erster Stelle. Daher freue ich mich, dass die Bauarbeiten am neuen Spielplatz in Burgrain nun beginnen können. Wer noch Namensvorschläge für das – unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen - neu gestaltete Areal hat, kann diese gerne an E-Mail juz@gapa.de senden.

Nun wünsche ich Ihnen und Ihren Familien einen schönen und erholsamen Sommer!
 

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

 

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief Juli 2020

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

der Sommer hat Einzug gehalten im Werdenfelser Land. Und vieles ist anders im Corona-Jahr 2020. Zahlreiche Veranstaltungen, die fester Bestandteil des Garmisch-Partenkirchner Sommergefühls sind – ich denke dabei an das Richard-Strauss-Festival, das BMW-Bikermeeting und unsere Festwochen – können nicht stattfinden. Glücklicherweise erlauben die Lockerungen inzwischen wieder einen einigermaßen normalen Betrieb in der Gastronomie und Hotellerie sowie kulturelle Veranstaltungen im Freien. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf die Musik-im-Park-Konzerte auf den Bühnen im Michael-Ende-Kurpark und im Partenkirchner Kurpark aufmerksam machen. Unter www.musik-im-park.de finden Sie das komplette Programm.

Auch unser größtes Kapital, unsere einzigartige Natur mit ihren Bergen, Almen, Seen und Wiesen, wird von den Auswirkungen der Corona-Krise berührt. In diesem Jahr werden mehr Menschen als sonst ihren Urlaub in Deutschland und somit auch Bayern und in Garmisch-Partenkirchen verbringen. Die Menschen kommen zu uns, weil sie den (Erholungs-) Wert unserer Berge, Almen und Seen schätzen. Und die meisten von ihnen – und das ist mir sehr wichtig zu betonen – achten die intakte alpine Natur, die Garmisch-Partenkirchen zu bieten hat und verhalten sich rücksichts- und verantwortungsvoll. Doch bereits das Pfingstwochenende mit starkem Besucherandrang hat gezeigt, wie leicht unser wertvoller Naturraum in Nutzungskonflikte geraten kann. Leider gibt es – und das müssen viele Tourismusorte momentan schmerzvoll erfahren – immer mehr Menschen, die aus verschiedensten Gründen den Bezug zur Natur verloren haben. Gerade der sensible Naturraum kann durch falsches Handeln sehr schnell aus dem Gleichgewicht geraten, mit letzten Endes einschneidenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einheimischen.

Wir in Garmisch-Partenkirchen sind uns der damit einhergehenden Verantwortung bewusst. Wo es nötig und möglich war, haben wir bereits erste Maßnahmen ergriffen, um kurzfristig für Entspannung zu sorgen. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch deutlich, dass wir mittel- und langfristig neue Strategien entwerfen müssen, um zu verhindern, dass hochsensible alpine Naturräume mit Müll und anderen Hinterlassenschaften verschmutzt und – um einen weiteren problematischen Aspekt des neuen Massenphänomens zu nennen – mit dem E-Bike befahren werden. Zusammen mit den Tourismusverantwortlichen in Garmisch-Partenkirchen suchen wir nach Lösungen, die mit einer sinnvollen, ganzheitlichen Besucherlenkung sowie neuen Angeboten konkrete Antworten auf das Problem der Nutzungskonflikte liefern. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können durch verstärkte Information und zielgerichtetes Steuern unseren größten Schatz – die alpine Natur – auch für die nächsten Generationen zu erhalten.

Garmisch-Partenkirchen ist ein gastfreundlicher Ort. Bei uns sind alle willkommen, die unsere Natur als Quelle der Erholung schätzen und entsprechend behandeln. In diesem Sinne – genießen Sie den Sommer in Garmisch-Partenkirchen und achten Sie auf sich, auf Ihre Mitmenschen und auf die Natur!

Ihre
 

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch

Bürgermeisterinnenbrief Juni 2020


Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit großer Freude habe ich nach meiner Wahl zur 2. Bürgermeisterin meine Tätigkeit im Rathaus aufgenommen. Und obwohl ich noch dabei bin, mein Amtszimmer einzurichten und alle internen Abläufe kennenzulernen, habe ich bereits viele Gespräche geführt und einen Einblick in die Bandbreite meines neuen Aufgabenfeldes erhalten. Dazu gehören schwerpunktmäßig die Themen Bildung und Soziales und somit die Kindertageseinrichtungen und Schulen des Marktes Garmisch-Partenkirchen und vieles mehr. Für diese Bereiche schlägt mein Herz, nicht nur weil in Garmisch-Partenkirchen meine Wurzeln verankert sind, sondern weil ich selbst Mutter von zwei Kindern bin und weiß wo der „Schuh drückt“. Genau aus diesen Gründen habe ich mich vor sechs Jahren für den Gemeinderat aufstellen lassen und durfte seither für Veränderungen, Verbesserungen und Werteerhaltung im Ort mitarbeiten.

Ich habe mein Amt angetreten mit dem Ziel, mein Bestes zu geben. Ein offenes Ohr und ein persönlicher Austausch mit allen Beteiligten ist, denke ich, ein guter Anfang, wenn man Themen voranbringen, Probleme lösen und Wegmarken setzen möchte. Dass dies nicht immer zu 100 Prozent gelingen und dass man es nicht allen recht machen kann, ist mir bewusst. Ich hoffe jedoch auf ein gutes Miteinander und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen allen.

Ihre

Claudia Zolk
2. Bürgermeisterin

2. Bürgermeisterin Claudia Zolk

Bürgermeisterinnenbrief Mai 2020


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit dem 1. Mai 2020 bin ich als 1. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen in „Amt und Würden“. Seit meinem Dienstantritt habe ich viele Gespräche mit den verschiedensten Mitgliedern der Verwaltung und – leider nur per Telefon – mit Bürgerinnen und Bürgern unseres unvergleichlichen Ortes geführt. Innerhalb des Rathauses habe ich verschiedene strukturelle Änderungen vorgenommen, um insbesondere Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein effizientes und am Bürgerwohl orientiertes Verwaltungshandeln bieten zu können.

Am vergangenen Mittwoch hat sich der Marktgemeinderat konstituiert, und somit können die einzelnen Ausschüsse nun „ans Werk gehen“. Erlauben Sie mir hier an dieser Stelle ein persönliches Wort: Mir ist die Ernsthaftigkeit der Lage, in welcher sich unser vom Tourismus geprägter Ort befindet, mehr als bewusst. Die kommenden Jahre werden geprägt sein vom Streben, Garmisch-Partenkirchen durch die größte Krise seit dem Ausbruch des 2. Weltkriegs zu führen.

Als Ihre 1. Bürgermeisterin, aber auch als in meinem Geburts- und Heimatort tief verwurzelte Bürgerin, weiß ich um die Sorgen und Nöte nicht nur der Leistungsträger des Ortes, sondern auch der sogenannten „kleinen Leute“. Daher ist es mir ein dringliches Anliegen, auch die schwachen Mitglieder unserer örtlichen Gemeinschaft nicht aus den Augen zu lassen. Bei allem Streben nach der Sicherung unseres örtlichen Wohlstands dürfen die Belange der Kinder, der Alleinerziehenden, der sozial Bedürftigen, der alten und kranken Mitbürger nicht vergessen werden.

Die vordringlichste Aufgabe, welche ich gemeinsam mit den Mitgliedern des Marktgemeinderates anzugehen habe, ist die Priorisierung der im Haushalt beschlossenen Projekte. Um es ganz klar zu sagen: Der Haushalt 2020 ist das Papier nicht wert, auf dem er steht. Seine „Geschäftsgrundlage“ ist weggefallen. Unsere kommunalen Einkünfte aus Steuern, Gebühren und Abgaben werden in einem noch nicht überschaubaren Maß einbrechen – diesem Umstand muss umgehend Tribut gezollt werden, was heißt, dass auch schmerzhafte Streichungen erfolgen werden.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, der direkte Kontakt zu Ihnen liegt mir am Herzen – ich vermisse ihn schmerzlich. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine große Befürworterin des persönlichen Gesprächs bin, sei es in meinem frühen Berufsleben als Rechtsanwältin gewesen, oder jetzt und in Zukunft als Ihre 1. Bürgermeisterin. Deshalb freue ich mich schon heute darauf, Sie – sobald es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt – Sie in meiner Bürgersprechstunde, donnerstags (außer an Sitzungstagen) in der Zeit von 16 Uhr bis 17 Uhr in meinem Rathausbüro, begrüßen zu dürfen.

Bis dahin erreichen Sie mich am besten per E-Mail unter buergermeisterin@gapa.de.

Bitte bleiben Sie gesund und geben Sie die Hoffnung nicht auf: Unser Ort ist, war und wird immer dann am stärksten sein, wenn seine Bewohner zusammenhalten und gemeinsam anpacken!

Ihre

Elisabeth Koch
1. Bürgermeisterin

1. Bürgermeisterin Elisabeth Koch