Markt Garmisch-Partenkirchen

Absage von GAP.beinand - Kulturfestival für alle -

Entscheidung über Richard-Strauss-Festival noch ausstehend

 

In Anbetracht der aktuellen Ereignisse, den damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und aus Verantwortung gegenüber allen Gästen und Mitarbeitern, hat sich der Markt Garmisch-Partenkirchen nach sorgfältiger Prüfung dazu entschlossen, das diesjährige „GAP.beinand – Kulturfestival für alle“ vom 14. bis 19. Juli 2020 abzusagen. Die Entscheidung, ob das weltbekannte Richard-Strauss-Festival stattfinden kann, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch aus.

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht momentan in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens große Verunsicherung. Das betrifft auch die Planung von kulturellen Veranstaltungen. „Auch wenn noch nicht absehbar ist, wie lange das momentan geltende Veranstaltungsverbot gilt, müssen wir jetzt erste Entscheidungen treffen“, sagt Garmisch-Partenkirchens 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. „Da auch kleine Festivals mit erheblichen organisatorischen, kreativen und finanziellen Bemühungen verbunden sind, haben wir nach reiflicher Überlegung entschieden das 'GAP.beinand - Kulturfestival für alle' abzusagen. Uns ist wichtig, dass die Projektpartner, die sich zum Teil schon in der Vorbereitung ihrer Beiträge befinden, Klarheit bekommen.“ Das Nachfolgeprojekt von „ZAMMA - Kulturfestival Oberbayern“ sollte vom 14. bis 19. Juli 2020 stattfinden und innovativen, inklusiven und vernetzten Projekten heimischer Kulturschaffender eine Bühne bieten. Geplant war ein buntes Programm mit Beiträgen aus Theater, Musik, Bildender Kunst und Jugendkultur. GAP.beinand, das vom Bezirk Oberbayern gefördert wird, könnte jedoch 2021 nachgeholt werden.

Entscheidung über Richard-Strauss-Festival noch ausstehend

Schwerwiegender gestaltet sich eine Entscheidung über das Richard-Strauss-Festival 2020, das in diesem Jahr für den Zeitraum 19. bis 28. Juni geplant ist, und bei dem der Kartenvorverkauf bereits begonnen hat. Aufgrund bereits bestehender Vertragsbindungen ist es im Interesse des Festivals, dass eine eventuelle Absage nicht allein vom Markt Garmisch-Partenkirchen, sondern in Absprache mit den übergeordneten Behörden getroffen wird. "Wir stehen in engem Kontakt mit dem im Katastrophenfall zuständigen Landratsamt", erklärt die 1. Bürgermeisterin.
Obwohl es bereits zu Absagen der Passionsspiele Oberammergau und der Festspiele in Bayreuth und Erl gekommen ist, wird die Situation des Richard-Strauss-Festivals gesondert bewertet: Das Garmisch-Partenkirchener Festival besitzt kein festes Ensemble, mit dem in monatelanger Vorlaufzeit geprobt wird, sondern lädt Jahr für Jahr international renommierte Künstlerinnen und Künstler ein, die zum Festival anreisen und dort auftreten. 

Wenngleich zum gegenwärtigen Zeitpunkt niemand sagen kann, ob die für das Richard-Strauss-Festival engagierten Künstler überhaupt im Juni nach Garmisch-Partenkirchen reisen können werden, ergibt sich aus derzeitiger Einschätzung des Gesundheitsamtes noch kein konkreter Anlass zur Absage des Richard-Strauss-Festival aus Gründen des Infektionsschutzes.

Auswirkungen auf weitere Kulturveranstaltungen

Die bis Juli 2020 geplanten Konzerte und Veranstaltungen im Rahmen des Hermann-Levi-Gedenkjahrs sollen in die zweite Jahreshälfte verschoben werden. Außerdem werden alle bis einschließlich Juni 2020 geplanten Veranstaltungen der aktuell laufenden Konzertsaison GaPa-Klassik abgesagt. Für die Abonnement-Konzerte werden Ersatztermine im Herbst 2020 organisiert.

Ersatzweise ist für die Sommermonate Juli und August 2020 die Abhaltung einer Konzertreihe geplant, die aber nur dann stattfinden kann, wenn eine Lockerung der derzeitigen Beschränkungen es zulässt und die Abhaltung von Vorstellungen aus Sicht des Infektionsschutzes vertretbar ist.

Garmisch-Partenkirchen, 02.04.2020