Markt Garmisch-Partenkirchen

Neugestaltung der Grabstätte von Hermann Levi in Garmisch-Partenkirchen - Siegerentwurf gekürt


Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat sich zum Ziel gesetzt, eine umfassende und dauerhafte Erinnerungskultur an den Dirigenten und Komponisten Hermann Levi zu installieren. "Ich bin sehr froh und dankbar, dass der Marktgemeinderat sich dafür ausgesprochen hat, die Grabstätte Levis am Riedberg neu zu gestalten und zusammen mit der Einrichtung eines 'Gedenk- und Lebenswegs' einen würdevollen Ort des Gedenkens an den ehemaligen Ehrenbürger von Partenkirchen zu schaffen", betont 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. Mit dem Abschluss des künstlerischen Wettbewerbs, den der Markt Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit mit dem BBK – Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V. ausgelobt hat, sei nun ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.
 
Die sieben eingereichten Wettbewerbsbeiträge wurden am 30. April im Rahmen einer Preisgerichtssitzung vorgestellt und diskutiert. In die Endrunde schafften es drei Entwürfe. Als Sieger ging letztlich der Entwurf "Der letzte Gruß" von Franka Kaßner aus München hervor. Das Preisgericht - zusammengesetzt aus den Fachpreisrichtern Corbinian Böhm, 1. Vorsitzender BBK München und Oberbayern, Benita Meißner, Kuratorin DG Kunstraum München, Gabriele Obermeier, Kommission für Kunst und Bauen BBK München und Oberbayern, Landschaftsarchitekt Helmut Wartner sowie Künstler und Kurator Albert Coers sowie den Sachpreisrichtern, der 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer, Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Architekt Ecko Eichler und Architektin Ursula Faix - empfiehlt dem Markt den Siegerbeitrag zu realisieren.
 
"Ich bin begeistert von der hochwertigen und zeitgemäßen künstlerischen Herangehensweise an das Thema und hoffe, dass der neue Marktgemeinderat den eingeschlagenen Weg weitergeht und die Realisierung der Neugestaltung der Gedenkstätte noch 2020 zügig vorantreibt", appelliert Dr. Sigrid Meierhofer, die sich in den vergangenen Jahren sehr für die Wiederbelebung des Gedenkens an Hermann Levi in Garmisch-Partenkirchen eingesetzt hat und mit der Preisgerichtssitzung ihre Amtszeit als 1. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen beendet. Dr. Charlotte Knobloch als Sachpreisrichterin dankte der scheidenden 1. Bürgermeisterin und zollte ihr Anerkennung dafür, "dass sie geschafft hat, was schon vor Jahrzehnten hätte passieren sollen." Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern betonte: "Ich verlasse Garmisch-Partenkirchen heute mit einem sehr guten Gefühl und gratuliere der Gemeinde für das, was in Sachen Hermann Levi auf den Weg gebracht wurde."
 
Der Markt Garmisch-Partenkirchen hat 2020 als kulturelles "Hermann-Levi-Gedenkjahr" ausgerufen. Aufgrund der Corona-Krise wurden die Veranstaltungen der ersten Jahreshälfte, darunter ein Gedenkkonzert eines Ensembles der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Kirill Petrenko, jedoch verschoben und sollen - wenn möglich - im Herbst stattfinden.
 
 
Bildunterschrift Gruppenbild: Dr. Charlotte Knobloch (Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), 1. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und Corbinian Böhm (1. Vorsitzender BBK – Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V.) mit dem Modell des Siegerentwurfs zur Neugestaltung der Grabstätte von Hermann Levi. (Bildnachweis: Markt Garmisch-Partenkirchen)
 
Bildnachweis Modellfoto: Franka Kaßner

Garmisch-Partenkirchen, 30.04.2020