Die Kehrseite der Medaille

IV. Olympische Winterspiele Garmisch-Partenkirchen 1936

Vom 6. bis zum 16. Februar 1936 fanden in Garmisch-Partenkirchen die IV. Olympischen Winterspiele statt.

Die Faszination die von den Wintersportarten schon damals ausging, nutze die nationalsozialistische Diktatur für sich und ihre Ziele.

 

 

fahnen zugspitze
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medaille
fahnen zugspitze
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medaille

Vom 6. bis zum 16. Februar 1936 fanden in Garmisch-Partenkirchen die IV. Olympischen Winterspiele statt.

Die Faszination die von den Wintersportarten schon damals ausging, nutze die nationalsozialistische Diktatur für sich und ihre Ziele.

 

 

Vorgeschichte

Vorgeschichte
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gipfel
Vorgeschichte
Vorgeschichte
gipfel

Im Mai 1931 wurden die olympischen Sommerspiele 1936 vom IOC an Berlin vergeben. Verbunden mit dieser Vergabe war das Recht des deutschen Gastgebers, den Austragungsort für die IV. Olympischen Winterspiele zu bestimmen.

 

Daraufhin entbrannte zwischen den deutschen Wintersportzentren ein vorolympischer Wettkampf um die Ausrichtung. Garmisch und Partenkirchen galten dabei von Anfang an als Favorit

 

Bei der Wiener Sitzung des IOC im Juni 1933 wurde in Anwesenheit von 29 Mitgliedern den Gemeinden Garmisch und Partenkirchen die Durchführung zugesprochen.

Sport und Politik

 

 

Der Agitator Hitler und seine ideologischen Helfer verfolgten mit dem Sport ganz andere Ziele als die Organisatoren der Olympischen Spiele.

 

Zumindest bis 1933 diente der Sport den Nationalsozialisten vor allem dazu, den auch militärisch nutzbaren „Angriffsgeist“ und die Kampfbereitschaft auszubilden.

 

Disziplinierung und Drill, eine hohe Leistungsbereitschaft und Ertüchtigung sollten den männlichen Körper für den kommenden Krieg „stählen“.

 

 

olympiahaus
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sup
olympiahaus
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sup

 

 

Der Agitator Hitler und seine ideologischen Helfer verfolgten mit dem Sport ganz andere Ziele als die Organisatoren der Olympischen Spiele.

 

Zumindest bis 1933 diente der Sport den Nationalsozialisten vor allem dazu, den auch militärisch nutzbaren „Angriffsgeist“ und die Kampfbereitschaft auszubilden.

 

Disziplinierung und Drill, eine hohe Leistungsbereitschaft und Ertüchtigung sollten den männlichen Körper für den kommenden Krieg „stählen“.

 

 

„Juden unerwünscht“

unerwünscht
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unerwünscht 3
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unerwünscht 3

 

 

Jüdische Kurgäste waren im Werdenfelser Land schon vor 1933 Ziel massiver nationalsozialistischer Angriffe. Nach dem 30. Januar 1933 setzte sich der offen zur Schau gestellte Antisemitismus ungehemmt fort. In Garmisch und in Partenkirchen geben Gemeinderatsbeschlüsse eine Flut antijüdischer Schilder und Tafeln namentlich im Olympiajahr 1935 davon ein beredetes Zeugnis.

 

Wie ein Damoklesschwert hing die Drohungen, die olympischen Spiele angesichts anhaltender Stigmatisierung der deutschen Juden in ein anderes Land zu verlegen über den Häuptern der Verantwortlichen.

 

In dieser Lage, in der die Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen gefährdet schienen, griffen hohe NS-Funktionäre persönlich ein. Im Januar 1936 wurden einschlägige Anordnungen, Weisungen und Befehle erlassen, woraufhin die schändlichen Schilder verschwanden

 

Die Rechnung ist aufgegangen

 

Dier Winterspiele galten als Probelauf für die aus Hitlers Sicht ungleich wichtigeren Sommerspile in Berlin. Diesem galten Propaganda und Machtdemonstration vor Ort in erster Linie.

 

 

500 Journalisten aus 29 Ländern berichteten zumeist positiv für die internationale Presse – und trugen damit in nicht unerheblichen Maße zum Propagandaerfolg bei.

Ein erster Olympiafilm im Auftrag des Reichspropagandaministeriums verbreitete bewegte Bilder von großartigen sportlichen Ereignissen und von begeisterten Besuchermassen.

 

 

Es war dieser Eindruck, der bei vielen Menschen haften blieb.

 

spezialsprung
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skistadion
spezialsprung
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skistadion

 

Dier Winterspiele galten als Probelauf für die aus Hitlers Sicht ungleich wichtigeren Sommerspile in Berlin. Diesem galten Propaganda und Machtdemonstration vor Ort in erster Linie.

 

 

500 Journalisten aus 29 Ländern berichteten zumeist positiv für die internationale Presse – und trugen damit in nicht unerheblichen Maße zum Propagandaerfolg bei.

Ein erster Olympiafilm im Auftrag des Reichspropagandaministeriums verbreitete bewegte Bilder von großartigen sportlichen Ereignissen und von begeisterten Besuchermassen.

 

 

Es war dieser Eindruck, der bei vielen Menschen haften blieb.

 

Die letzte internationale Olympiade

plakat 1940 2
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ende
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Die Möglichkeit zur Neuauflage einer politischen Propagandaschau in sportlicher Kulisse bot sich den Nationalsozialisten im Sommer 1939.

Hatte das 1933 die „strengste Beachtung der olympischen Gesetze“ gefordert, so war sechs Jahre Später davon keine Rede mehr.

 

 

Das höchste olympische Gremium lieferte gleichsam die Winterspiele 1940 der deutschen Diktatur bedingungslos aus.

 

 




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