11.01.2022

PM 2022 – 1 Klimaforschungsprojekt KARE

Die Experten sind sich einig: Die Region um Garmisch-Partenkirchen ist aufgrund der geografischen Lage besonders von Starkregen-Ereignissen betroffen. Der Klimawandel verschlimmert das Phänomen. Wie sich Starkregen lokal auswirkt und welche Folgen Überflutungen im Siedlungsbereich für Kommunen hat, untersucht das Projekt KARE (KlimawandelAnpassung auf Regionaler Ebene) seit Juli 2020.

Das Oberland ist eine von sechs Modellregionen in Deutschland, Garmisch-Partenkirchen neben Weilheim eine von zwei Pilotkommunen. „Seit mehreren Jahren wird in Garmisch-Partenkirchen – mit besonderem Augenmerk auf die größeren Gewässer und Wildbäche – der Hochwasserschutz vorangetrieben. Aber auch kleinere Bäche sowie das Oberflächenwasser können bei einem Starkregenereignis lokal große Schäden im Siedlungsbereich anrichten“, sagt Elisabeth Koch (CSU). Der Markt erhoffe sich neben belastbaren Daten auch Erkenntnisse darüber, welche Handlungsnotwendigkeiten zur Anpassung an den Klimawandel bestehen, betont die Bürgermeisterin. „Letztlich ist es für uns essenziell zu erfahren, wie wir uns künftig bei Starkregen-Ereignissen mit Sturzfluten effektiver schützen können“, fährt Koch fort. Garmisch-Partenkirchen war bereits von heftigen Starkregenereignissen mit Überflutungen betroffen, die vielfach zu großen Schäden geführt haben. Das Forschungsprojekt KARE geht der Frage nach, welche Schäden durch Starkregen und dadurch ausgelöste Überflutungen für private Haushalte und Firmen entstehen und wie Bürgerinnen und Bürger diese Risiken wahrnehmen. Mithilfe der Befragung sollen wichtige Hinweise abgeleitet werden, wie Haushalte, Firmen und der Markt Garmisch-Partenkirchen sich effektiver vor Überflutungsrisiken schützen und diesen besser vorbeugen können. Im Interesse stehen: Welche Schäden verursachen diese Extremwetterereignisse im Oberland? Wird durch bauliche Maßnahmen oder den entsprechenden Versicherungsschutz ausreichend vorgesorgt? Oder auch: Welche Art der Unterstützung erwarten die Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen hier zur Vorsorge und im Schadensfall von staatlichen Stellen? Zu diesen Themen bestehen noch große Wissenslücken.

 

Im Rahmen des KARE-Projekts wird eine Sturzflut-Risiko-Analyse inklusive Karten und Videos für Garmisch-Partenkirchen erstellt. Die Ergebnisse sollen Modellcharakter haben und auf weitere Kommunen übertragbar sein. Für die Starkregen-Analyse wurden zunächst mehrere Messstationen, etwa in der Nähe der Talstation der Wankbahn sowie am Eckbauer installiert.

Der Gemeinde entstehen für das Forschungsprojekt keine Kosten, es wird durch das Forschungsministerium gefördert.

So können Bürgerinnen und Bürger an der Befragung teilnehmen:

So können Firmen an der Befragung teilnehmen:

Falls Sie Fragen zur Befragung haben, können Sie sich gerne an Frau Dr. Anne von Streit (LMU München), Tel. 089 2180-4177 wenden.

 

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